Mireille Mathieu – Roma, Roma, Roma + Mon Pere (für meinen Vater) (1973)

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FrontCover1Und nun eine weitere Single von dem „Spatz aus Avignon“ … bei der ich ebenfalls (wie bei so etlichen ausländischen Sänger/Sängerinnen), dass sie hier unter Wert verkauft wurde …

Diese Single wurde wohl auch eigen für den deutschen Markt prodiuziert und mit „Roma, Roman, Roma“ wird halt die Stadt Rom als genial fasuzinierende Stadt für die Liebe hymnisch besungen … na gut.

Überraschenderweise gibt es von diesem Bruhn/Buschor Titel auch eine italienische Fassung … dort werden aber als Autoren C. Bruno und S. Jurgens ausgewiesen …sehr rätselhaft (diese Fassung habe ich meinem Päckchen auch noch beigelgt)

Mit der B-Seite verhält es sich bei mir ein wenig anders … denn ich als romantischer Bursch werd da doch ganz weich …

… denn Mireille Mathieu besingt hier (natürlich idealisierend) ihre Liebe zu ihrem Vater … Nun ja, und wenn man dann 2 Töchter hat, sich im klaren ist, dass das Vaer-Toch´ter halt schon was besonderes ist, na ja dann wird´s einem wie mir ganz warm ums Herz … und dann wünscht man sich, dass die eigenen Töchter auch so warmherzigen Gefühle für den Vater haben …

Neulich schrieb mir eine Tochter „Ach Papa, du bist ein Klugscheißer“ oder aber auch „Ach Papa, du bist ein Unikat“ …was sie damit wohl meint ?

Und um der Rührseligkeit noch zu toppen, habe ich einen Videoclip von diesem Lied beigelegt …

Aber nun ist´s genug !

 

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Mireille Mathieu wurde 1946 in ärmlichen Verhältnissen in Avignon geboren. Die Eltern Roger Mathieu (1920–1985), ein Friedhofs-Steinmetz und Marcelle-Sophie Poirier (1921–2016) bekamen 13 weitere Kinder; Frankreichs ehemaliger Staatspräsident Charles de Gaulle übernahm im Mai 1967 die Patenschaft des jüngsten. Ihren ersten Gesangsauftritt hatte sie im Alter von vier Jahren in einer Mitternachtsmesse. Sie verließ die Schule ohne Abschluss, da sie ab 1960 als Hilfsarbeiterin in einer Konservenfabrik für das Auskommen der Familie mitarbeiten musste (Quelle: wikipedia)

Besetzung:
Mireille Mathieu (vocals)
+
Unbekanntes Orchester

BackCover1

Titel:
01. Roma, Roma, Roma (Bruhn/Buschor) 3.17
02. Mon Pere (für meinen Vater) (Bruhn/Buschor) 3.07
+
03. Roma, Roma, Roma (Bruno/Jurgens) 3.10
04. Mon Pere (für meinen Vater) (Bruhn/Buschor) (Videoclip)

LabelB1

*
**

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Edward Reekers – So schmilzt der Winter + 3 (1996)

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FrontCover1Ich will ja kein Spielverderber sein, aber es hilft ja auch alles nichts … der Sommer geht dem Ende zu und so sollten wir uns alle schon mal mental auf die kühleren Jahreszeiten, die vor uns liegen, vorbereiten.

Und wir würde das wohl besser gelingen, als mit einem Winter-Song, dem man jene gnadenlose Ohrenwurm-Funktion einfach nicht absprechen kann.

Klar, den Song kennt man eigentlich all „So schmeckt der Sommer“ … und dieser Song war in den 90er Jahren als Langnese Werbemelodie so erfolgreich (meine Tochter trällert ihn noch heute … ), dass man flugs dann auch den Winter-Hit „komponiert hat … Statt Sommer Winter und statt schmeckt, schmilzt singen und fertig ist die Kiste !

Gesungen wurde dieser Song von dem Niederländer Edward Reekers, und man lese und staune, der begann seine musikalische Karriere als Sänger der ProgRock Band „Kayak“::

Edward Reekers (* 25. Mai 1957 in Hengelo, Provinz Overijssel) ist ein niederländischer Musiker, der sich zunächst als Sänger der Artrockband Kayak und später als Solist einen Namen machte. Seine Stimme wurde auch durch diverse Werbespots bekannt, in Deutschland vor allem durch das aus der Langnese-Werbung stammende Lied So schmeckt der Sommer aus dem Jahr 1995.

Reekers Vater war zunächst Eisenbahner, später Stadtrat und Bürgermeister. Seine Mutter war Hausfrau. Außerdem hat er einen älteren Bruder namens Martin. Bereits in jungen Jahren entdeckte Edward Reekers sein Interesse für Musik. Er spielte zunächst Maultrommel und begann bereits im Alter von drei Jahren mit dem Singen. Mit zehn Jahren bekam er seine erste Gitarre von seinem Bruder und brachte sich das Spielen selbst bei. Dabei spielte er als Linkshänder auf einem Instrument für Rechtshänder, also verkehrt herum. In dieser Zeit schrieb Reekers das erste eigene Lied, Flower Girl, und nahm Klavierunterricht.

EdwardReekers

Edward Reekers

Weil sein Vater dort Bürgermeister wurde, zog die Familie während Edward Reekers’ zweitem Highschooljahr nach Berkel en Rodenrijs. Es folgte der Wechsel aufs Laurenscollege Rotterdam, wo Reekers Mitglied der Schulband wurde, zunächst als Gitarrist, später auch als Keyboarder, Schlagzeuger und Sänger. Die Gruppe nannte sich „Suzy Cream Cheese“ (nach einem Lied Frank Zappas) und entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einer erfahrenen Popband, die auch außerhalb der Schule auftrat und Lieder von Yes und anderen Bands im Repertoire hatte.

Nach einigen Umbesetzungen und Reekers’ Schulabschluss, begann er in Delft ein Deutsch- und Englisch-Studium, um Lehrer zu werden. Die Band wurde in „Tacit“ umbenannt und nahm Mademoiselle Michelle, die erste eigene Schallplatte auf. Mit zwei Freunden entstanden Demoaufnahmen, die Reekers an die Band Kayak, deren Fan er war, schickte. Nach einem Vorspiel wurde er neuer Sänger dieser Gruppe und nahm bereits an den Aufnahmen zum 1978er Album Phantom of the Night teil. 1981 verließ er die Formation wieder und wurde zunächst Hausmann, während seine Frau als Arzthelferin arbeitete.

Durch die Sängerin Jody Pijper (Stars on 45) und den Sänger und Bassisten Pim Roos bekam Reekers erste Jobs als Backgroundsänger, u.a. für Lee Towers. Außerdem sang er Werbespots und Jingles, z.B. für SkyRadio. Reekers war auch Mitglied der Begleitband der niederländischen Singer-Songwriterin Nadieh, mit der er für eine Open-Air-Show sogar bis Japan reiste. Es folgte ein Vorsprechen für die Cartoon-Serie The Bobobops, in der er die beiden Hauptrollen sprach.

Später synchronisierte er viele Serien und Filme und übernahm auch Regieaufgaben. Er war z.B. für die niederländischen Fassungen der Harry-Potter-Filme verantwortlich. 1998 sang Reekers das Introlied des Films The Lion King II: Simba’s Pride und übernahm den Leadgesang bei Tarzan 2. 2004 kehrte er, zunächst als Vertretung für Bert Heerink, dann als festes Mitglied zu Kayak zurück. 2008 erschien das dritte Soloalbum Child of the Water. Im Januar 2015 gab die Band auf ihrer Webseite bekannt, dass Reekers Kayak erneut verlässt. (Quelle: wikipedia)

Nun denn … warten wir also alle gespannt auf die neuesten Winderkreationen von Eis … mit Zimt und Mandeln  … hmmmmm

WinterEis

Besetzung:
Edward Reekers (vocals)
+
eine handvolle unbekannter Studiomusiker

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Titel:
01. So schmilzt der Winter (Radio Version) 3.34
02. So schmilzt der Winter (Extended Version) 4.03
03. So schmilzt der Winter (Karaoke Version) 3.44
04. So schmilzt der Winter (Commercial Version) 0.47

Musik + Text bei 01. – 03.: (Wunderlich/Eggermont/Schwingeler/SchoenMaas/Nissen)
Spezialtext bei 04.: Bosse

CD1* (demnächst)
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Alex (Oriental Experience) – Alex (1972)

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FrontCover1Er war wohl das, was man gemeinhin als Wanderer zwischen den Welten beschreibt … Der Alex Wiska aus Köln …

Und er machte mächtig Eindruck auf alle, die willens waren … auch mal abseits des mainstreams die Ohren aufzusperren.

Und so gab es jede Menge Nachrufe, als dann leider, leider, im Jahre 2011 verstarb.

Nachdem Alex Wiska ab 2005 aufgrund einer Krankheit seinen schier unermüdlichen Drang, live auf der Bühne sein Können zu präsentieren, für die nächsten drei Jahre aussetzen mußte, trat er wieder ab 2009 auf mit seiner bekannten Band Alex Oriental Experience, und zwar mit Ufo Walter, eigentlich Uwe Friedrich Otto Walter,  am Bass und Manni von Bohr am Schlagzeug. Aber schon zwei Jahre später verstarb dieser große Ausnahmemusiker am 03. März 2011 an den Folgen einer Krebserkrankung im Alter von 60 Jahren.

Der gebürtige Kölner Alex Wiska spielte schon als Elfjähriger Gitarre und gründete 1964 seine erste Band namens Famous Four, also zu Zeiten als die Beatles langsam aber sicher ihre Weltkarriere starteten. So war es ziemlich naheliegend für ihn, schon zwei Jahre später sich zur Kölner Beatband Playboys als Gitarrist zu gesellen. 1967 veröffentlichten sie immerhin die Single „Ombächli“. Alex Wiska vertiefte sein Gitarrenspiel, in dem er 1968 am Musik Konservatorium Köln für zwei Semester „Gitarre“ studierte. Im darauffolgenden Jahr hielt ihn nichts mehr, er begab sich auf die Suche nach neuen Herausforderungen, um in New York in der Clubszene zu spielen. Anschließend zog es ihn nach Ibiza, wo er zusammen mit seinem Freund Uli Hundt, der später 1976  die Politrock-Anarcho-Clown-Band Schroeder Roadshow gründete, um dort die deutsch/spanische Band Sweet Stoned zu gründen. 1970 begab er sich in die Türkei und spielte für die nächsten zwei Jahre mit Cem Karaca zusammen, der als bedeutendster Vertreter der Anadolu-Rockbewegung galt. Die Beiden spielten bei der Popband Kardas,lar. Immerhin erhielten zwei seiner Songs eine goldene Schallplatte. In jener Zeit entdeckte Alex das türkische Folklore-Saiteninstrument: Saz. Es galt auch als ein Begleitinstrument anatolischer oder kaukasischer Barden. Der türkische Poet und Saz-Spieler As‚?k Mahzuni S,erif war sein Lehrer. Zunächst elektrifizierte er die Saz mit Tonabnehmern, um dann im Jahre 1998 sein erstes eigenes Instrument daraus zu entwickeln, welchem er den Namen STIL gab.

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Mit der Kölner Rockband Can wurde Alex schließlich in Deutschland bekannt

1972 traf er die Musiker der schon vier Jahre lang agierenden Rock- oder auch Kraut, bzw. Psychedelic-Rockband Can, den Schlagzeuger Jaki Liebezeit,  den Keyboarder Irmin Schmidt sowie den Bassisten Holger Czukay. Diese produzierten Alex Wiskas erste LP für Ariola mit dem einfachen Titel „Alex“. Es folgte zwei Jahre später die LP „That’s The Deal“.

Von 1976 bis 1980 tourte er allein quer durch Deutschland und Europa, wobei ein Rhythmusgerät seine Begleitung war. Dabei spielte er in jährlich 100 Konzerten als Vorprogramm für Bands wie Roxy & Elsewhere Band, deren Frontmusiker Frank Zappa wohl eher bekannt sein sollte, Maggie Bell, Steppenwolf, Bad Company, Sparks und Stone the Crows.

Schließlich gründete Alex Wiska die eigene Schallplattenfirma Wiska Records. Zusammen mit seiner ersten festen Live-Band Alex Oriental Experience wurde „Album Live!“ aufgenommen, am Bass Horst Stachelhaus und am Schlagzeug Manni von Bohr. Der Bassist Horst Stachelhaus der deutschen Rockgruppen Message und der wohl bekannteren Birth Control verstarb am 20. Mai 1999 nach langer Krankheit. Von 1980 bis 2009 produzierte Wiska 25 Alben, war live im Rockpalast und in Rock Life zu sehen, aber auch in verschiedenen Fernsehshows. Am 18. Dezember 2010 fand sein letztes Live-Konzert im Schaustall/Langenfeld vor ausverkauftem Haus statt.

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Was zeichnete diesen einzigartigen Musiker aus?

Kein anderer verstand es, die türkisch-orientalischen Klänge so hervorragend auf die Bühne zu zaubern wie Alex Wiska. Der auch „Türk Rock Alex“ benannte Musiker schaffte es stets, sein Publikum vortrefflich zu berühren, in den Bann zu ziehen. Viel Blues, manch Boogie- aber auch Funk-Klänge sowie Meditatives brachten die entscheidende Würze im Klangbild von Alex Wiska. Titel wie „On the road again“, „Billy McGraw“, „Into the Sun“, “Message to you all”, “Turkish an American Blend”, “Red Dress” sowie “Sad and lonely” sind unvergessliche Zeugnisse seiner Liedkunst, liebe Leser. Hören Sie einfach mal rein, bei YouTube werden Sie ebenso fündig werden. (Lotar Martin Kamm)

Hier sein Debutalbum, im Allgang eingespielt (er hatte allerdings mit cem Can Musiker Holger Czukay einen famosen Produzenten an seiner Seite !) und bereits hier wird seine magische Faszination hör- und erlebbar …

Wer´s nicht glaubt, sollte mal reinhören.

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Besetzung:
Alex Wiska (guitar, baglama, bass, percussion, shanai)

BackCover

Titel:
01. Patella Black 3.43
02. Ekmekh 5.47
03. Turkish Tune 4.07
04. Big Boss Smile 4.06
05. Derule 2.54
06. Monroe Song 2.28
07. Silent Farewell 3.16
08. Anatoly Highway 2.48
09. Tales Of Purple Sally 7.32

Musik: Alex Wiska
Texte: Ulrich Hundt

LabelB1

 

* (demnächst)
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12 November 1950 in Dattenfeld – 03. März 2011, in Siegburg

Bobo und Herzfeld – Liederseelen (2013)

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FrontCover1Jetzt mal wieder was aus der Rubrik „was ganz exquisites“ !
Als 1990 die Band „Bobo in White Wooden Houses“ auftauchte, hatte es die erste ostdeutsche Indie-Pop-Band geschafft, im gesamten Bundesgebiet Aufmerksamkeit zu erregen. Das ist mittlerweile Geschichte – Bobo ist immer noch da. Ihr musikalischer Partner ist heute der hallesche Musiker Sebastian Herzfeld. Mit ihren Liedern von Liebe und Tod gewannen die beiden 2008 den Weltmusikpreis RUTH. Das aktuelle Programm wandelt auf den Spuren der Romantik – eine Epoche, die insbesondere Mitteldeutschland stark geprägt hat.

„In der Nacht, die die Bäume mit Blüten deckt, / Ward ich von süßen Gespenstern erschreckt“: Conrad Ferdinand Meyers Gedicht Liederseelen gibt den Kammerton vor für einen einfühlsamen und dennoch ausdruckstarken Mix aus Folk, Pop und Jazz. Gedichte von Friedrich Rückert, Conrad Ferdinand Meyer oder Joseph von Eichendorff folgen. Bobo singt diese Lieder mit berührender Schlichtheit, während die Multiinstrumentalisten Sebastian Herzfeld mit präpariertem Klavier, Harmonium, Metallgerätschaften und der experimentierfreudige Theatermusiker Yegor Zabelov aus Minsk einen schillernden Soundtrack zu diesen „Liederseelen“ auf der Bühne orchestrieren. Denn jedes Lied hat eine Seele – und manchmal wird sie wiedergeboren. (Quelle: theater-augsburg.de)

Herzfeld und Bobo

Herzfeld und Bobo

Soweit, so gut … aber wer sind nun „Bobo und Herzfeld“ ?

Bobo wuchs in Sachsen Anhalt als Tochter eines Pfarrers und einer Kirchenmusikerin mit Kirchenmusik und Liedern der Romantik auf. Später studierte sie in Weimar Gesang und zog dann nach Berlin, wo sie ihre Band Bobo in White Wooden Houses gründete, die mit ihrem melodiösem Alternative Pop bald bekannt wurde. Zahlreiche Konzerttourneen, weitere Alben und Kollaborationen mit verschiedensten Künstlern gaben ihrer stimmlichen Vielseitigkeit immer wieder neuen Ausdruck, international ist vielen ihre Stimme als Rammsteins Engel bekannt. In den letzten Jahren entdeckte sie ihre Liebe für deutsches Liedgut, mit dem sie auf sehr eigene Weise eine Brücke ihren musikalischen Ursprüngen schlägt.

Der aus Halle/Saale stammende Sebastian Herzfeld lernte als Kind mehrere Instrumente und spielte schon bald in verschiedenen Jazzbands. Später studierte er an der Berliner Musikhochschule Hanns Eisler Bass. Im Zusammenspiel mit Musikern der internationalen Jazz und Weltmusikszene entwickelte er seine Leidenschaft für fremde Klänge und ungewöhnliche Rhythmen. Im Laufe der Zeit wandte er sich dann immer mehr der Komposition von Theater – und Filmmusik zu. Als jahrelanger musikalischer Leiter des Schauspielhauses in Halle und als Gast an vielen Theatern Deutschlands, u.a. in Bochum, Düsseldorf und dem Berliner Ensemble, komponierte er zahlreiche Schauspielmusiken, die von seiner ständigen Suche nach ungewöhnlichen Klangfarben, z.B. die seines präparierten Klavieres, geprägt sind.

Bobo und Herzfeld verbindet eine jahrelange musikalische Freundschaft, die einst in einer Band in Halle begann und sich viele Jahre später zu dem gemeinsamen Herzensprojekt „Lieder von Liebe und Tod“ entwickelte, bei dem die beiden Musiker ihre musikalischen Wurzeln ausgruben und Volkslieder und Texte der Romantik neu vertonten, für das sie 2008 den Deutschen Weltmusikpreis bekamen. (Promotext)

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Tja und nun zu diesem Album …

Diese CD muss man ganz vorsichtig in den Player einlegen, sonst zerbröselt die Musik darauf. Sängerin Bobo und Pianist Sebastian Herzfeld haben Volkslieder und Gedichte von Conrad Ferdinand Meyer und Friedrich Rückert vertont und dabei viel Herzblut und Eigensinn in die Produktion einfließen lassen. Das präparierte Piano von Herzfeld lässt die Musik oftmals klingen, als sei sie unter Wasser eingespielt worden, gern benutzt er auch das Harmonium, dann klingt es nach den Soloplatten von Nico aus den 1970er Jahren, die ja auch gern deutsch gesungen hat. Hier und da kommen Streicher ins Spiel – und dass Bobos Stimme diese zarten Texte auch alleine tragen könnte, steht dazu überhaupt nicht im Widerspruch. „Über den Wipfeln des westlichen Haines winket uns freundlich der rötliche Schein“ heißt es in „Auf dem Wasser zu singen“ von Leopold Graf zu Stolberg, das Herzfeld mit ein paar dräuenden Klängen schlicht, aber wirkungsvoll eingerichtet hat. Gern lässt man sich von diesen traumverlorenen Klanggespinsten einhüllen …  (Quelle: Jazzthing, Februar/März 2013)

Und ich ergänze ganz einfach mal: phänomenal … diese CD löst Schwingungen in mir aus …  von denen ich noch gar nichts wußte …

Oder: ganz einfach: it´s magic !

Bobo02

Besetzung:
Bobo (vocals)
Sebastian Herzfeld (piano, harmonium, accordeon, trumpet, metal instruments)
+
Katharina Brandt (violine)
Hayden Chisholm (saxophone, flute)
Gerald Manske (violoncello)
Ekkehard Neumann (bass)

Booklet04A
Titel:
01. Der irre Spielmann (v.Eichendorff/Herzfeld) 4.16
02. Zum Lachen (Traditional/Herzfeld) 2.23
03. Liebestreu (Reinick/Bobo) 4.42
04. Liederseelen (Meyer/Bobo/Herzfeld) 3.02
05. Sperber (Traditional) 3.15
06. Wisst ihr wo ich gerne weil (Robert/Mendelssohn-Bartholdy) 5.11
07. Auf dem Wasser zu singen (Stolberg/Herzfeld) 4.11
08. Ich bin der Welt abhanden gekommen (Rückert/Bobo) 2.52
09. Seufzend sprach ich zu der Liebe (Rückert/Herzfeld) 3.34
10. Herbsthauch (Rückert/Herzfeld)  2.06
11. Jetzt rede du! (Meyer/Bobo) 1.58

CD1* (demnächst)
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Booklet03A

Da fehlen einem die Worte (1): Bank dreht 82-Jähriger Lebensversicherung an: Erspartes weg

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HypoBankMünchen

HypoVereinsbank-Filiale am Promenadeplatz in München

Wie sagte schon Bert Brecht:

 

Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank? (aus der Dreigroschen-Oper).

Folgender Artikel aus dem Münchner Merkur macht einen doch nun wirklich sprachlos:

„Eigentlich wollte Else Reindel nur ein Konto eröffnen. Doch stattdessen drehte ihr die Bank eine Sofortrente an. Nun kommt die Seniorin nicht mehr an ihr Erspartes.

Else Reindel wollte eigentlich nur ein Konto eröffnen – und bekam von ihrer Bank am Ende eine für sie völlig unsinnige Lebensversicherung angedreht. Nun kommt die 82-jährige Freisingerin nicht mehr an ihr Erspartes heran! Aus einer gut situierten Rentnerin wurde so eine alte Dame, die jeden Cent umdrehen muss, um über die Runden zu kommen.

Seit rund zehn Jahren ist Else Reindel Kundin bei der HypoVereinsbank, wie zuvor schon ihre Eltern. „Das war mal eine ordentliche Bank – bis die Italiener sie übernommen haben“, so die 82-Jährige heute. Den Löwenanteil ihres Vermögens, 100.000 Euro, hatte die Rentnerin bislang in Liechtenstein angelegt, in Schweizer Franken.

Weil ihr Liechtensteiner Bankberater aufgehört hat, wollte sie dieses Geld nun nach München transferieren. Dafür musste sie ein Devisenkonto eröffnen und fuhr im Oktober 2014 zur HypoVereinsbank-Filiale am Promenadeplatz in München. „Der Berater von der Bank hatte keinen Auftrag von mir, Geld anzulegen“, so die rüstige Seniorin zur tz. Als sie das nächste Mal Kontoauszüge am Automaten holt, stand da aber: Lebensversicherung. „Dann dachte ich, was für eine Lebensversicherung, du hast doch keine Lebensversicherung abgeschlossen, was soll denn das?“, wird Else Reindel vom BR zitiert, der als Erstes über den Fall berichtete.

Als sie nachbohrte, erfuhr die 82-Jährige, dass sie eine Lebensversicherung über 100.000 Euro abgeschlossen habe. Das heißt: Sie bekommt monatlich eine „Sofortrente“ in Höhe von 680 Euro. Über ihre 100.000 Euro darf sie aber nicht mehr verfügen! „Ich bin privat krankenversichert, dafür geht fast meine ganze Rente drauf“, so die Freisingerin verzweifelt. „Ich habe jetzt Probleme, überhaupt noch über die Runden zu kommen.“

Sascha Straub, Referatsleiter Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Bayern, hält Sofortrenten für über 70-Jährige generell für unsinnig, weil sie nicht mehr viel Lebenszeit vor sich haben und das Kapital dann gebunden ist.

Die 82-Jährige beteuert, sie habe geglaubt, nur die Unterlagen für die Eröffnung eines Devisenkontos unterschrieben zu haben. „Wir saßen im dunklen Tresorraum, ich habe das kaum lesen können“, erzählt sie der tz. Aber offensichtlich hatte sie sogar noch einen Verzicht auf ihr Widerrufsrecht unterschrieben – eine laut Verbraucherschützer Straub zwar legale, aber „grenzwertige“ Methode.

Else Reindel

Else Reindel

Die HypoVereinsbank ist nicht bereit, das Geschäft rückgängig zu machen. Auf Anfrage der tz erklärte die Bank lediglich, „dass wir uns aufgrund des Bankgeheimnisses zu einzelnen Kunden nicht äußern können“.

Else Reindel legte Beschwerde bei der Bankenaufsicht Bafin ein – doch die bestätigte die Rechtmäßigkeit des Geschäfts.

Die zunehmend verzweifelte Seniorin setzt ihre letzte Hoffnung jetzt auf den Verbraucherschutz Bayern, der prüft, welche rechtlichen Möglichkeiten sie hat. Denn aus Sicht der Verbraucherschützer ist es durchaus kein Einzelfall, dass Senioren unpassende Produkte aufgedrängt werden, auch um hohe Provisionen zu kassieren.

Else Reindel jedenfalls rät allen Senioren: „Niemandem vertrauen, immer sagen: Das will ich erst in Ruhe durchlesen!“ (Klaus Rimpel, Münchner Merkur, 24.08.2016)

Daliah Lavi – Liebeslied jener Sommernacht + Best To Forget (1970)

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FrontCover1Gegen Ende ihrer Filmkarriere wurde Lavis rauchig-markante Stimme von einem englischen Schallplattenproduzenten entdeckt. 1969 war sie zu Gast in der BBC-Fernsehshow des israelischen Musicalstars Topol (Anatevka) und sang einige hebräische Lieder. Daraufhin bekam sie ihren ersten Schallplattenvertrag bei dem englischen Label Festival Records.

Doch erst als der Hamburger Produzent Jimmy Bowien sie bei der deutschen Polydor unter Vertrag nahm, begann ihre außerordentlich erfolgreiche Karriere als Sängerin.

Bereits ihre erste veröffentlichte Single im Jahr 1970 (Liebeslied jener Sommernacht) wurde ein Hit. Mit der französischen Version (Prends l’amour) belegte sie noch im selben Jahr beim International Song Festival in Tokio den 13. Platz für Belgien, das Lied wurde auch ins Englische übertragen (Love’s Song) und als Single veröffentlicht. Lavi sang fortan auf Deutsch, Französisch, Englisch, Hebräisch, Italienisch und Spanisch. (Quelle: wikipedia)

Und hier ist sie, diese erste Single, die dann gleich ein Hit wurde und damit der Start für Daliah Lavi als international aktive Sängerin begründete.Dieses Lied wurde ursprünglich für den britischen Musikmarkt im Jahr 1969 unter dem Titel „Love´s Song“ veröffentlicht (im Bonus-Teil dieser Präsentation enthalten).

Wobei, wenn ich ehrlich sein darf, gefällt mir die B-Seite „Best To Forget“ fast noch besser … aber das ist nun wirklich ne Geschmackssache … Wenngleich die A-Seite von Mike Vickers (ja genau der von der Manfred Mann Band jener Jahre !) arrangiert wurde …

DaliahLavi

Besetzung:
Daliah Lavi (vocals)
+
unbekanntes Orchester

UK + F Singles

Die englische und französischen Singelhüllen zu „Liebeslied jener Sommernacht“

Titel:
01. Liebeslied jener Sommernacht (Kluger/Fishman/Frances) 3.12
02. Best To Forget (Dunlop)
+
03. Prends l’amour (französische Fassung von Liebeslied jener Sommernacht) (Kluger/Fishman/Dessage)
04. Prends l’amour (live in Frankreich, 1970) (Kluger/Fishman/Dessage) 3.19
05. Love’s Song (englische Versiovon Liebeslied jener Sommernacht) (*) (Kluger/Fishman)
06. Liebeslied jener Sommernacht (live 1980) (Kluger/Fishman/Frances)

(*) bereits 1969 aufgenommen

LabelA1* (demnächst)
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Drosselbart – Drosselbart (1970)

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FrontCover1Natürlich war es nicht Udo Lindenberg, der mit deutschsprachiger Rockmusik begonnen hat. Wird gerne erzählt, is aber Quatsch.

Hier ein weiteres Beispiel (und wahrlich kein schlechtes !) aus dem Jahr 1970:

„Drosselbart war die erste Punkband Deutschlands“, so Sängerin Jemima im Beiheft des CD-Reissues des einzigen Albums der Münchner Band (erschienen bei Long Hair Music). „Die Jungs von der Band konnten damals nur drei Akkorde, vielleicht auch vier, aber sie brannten vor Begeisterung“, schreibt sie weiter. Jemima war übrigens ein Pseudonym, da die Dame damals einen Exklusivvertrag mit der Bayrischen Staatsoper hatte, welcher ihr anderweitige musikalische Betätigungen versagte. Ihr richtiger Name lautete Mono, ein weiterer Künstlername, unter dem sie offenbar bis heute als Sängerin tätig ist. Wie denn nun ihr bürgerlicher Name lautet, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Jedenfalls handelt es sich um die Lebensgefährtin von Paul Vincent, einem bekannten Namen aus der Münchner Studiomusikerszene. Vincent war Anfang der 70er kurz bei Missus Beastly tätig, spielte dann mit Subject Esq. (zumindest half er der Band ihr einziges Album einzuspielen) und war später im Jahrzehnt in Lindenbergs Panikorchester zu finden. Mit Drosselbart hat er aber nichts zu tun. Diese kurze Episode spielte sich in der Zeit ab, als Vincent gerade in England weilte, um ein Soloalbum einzuspielen (namens „Hallelujah“).

Drosselbart02Punk gibt es also auf „Drosselbart“ zu hören. Na ja, nicht wirklich. Vor den Aufnahmen zu ihrer einzigen LP hatte die Gruppe wohl doch etwas geübt. Musikalisch bewegt sich das Album im Bereich Protoprog, bluesiger Mainstream und Folkrock. Krautig-Experimentelles oder Kosmische Klänge gibt es auf „Drosselbart“ nicht zu hören. Das Ganze klingt noch stark nach den 60er Jahren, erinnert gelegentlich an die härter rockenden, folkig-psychedelischen Bands von der amerikanischen Westküste (Iron Butterfly z.B. oder die Birds – in „Jemima“ meine ich auch ein Fragment von „Eight Miles High“ auszumachen), oder an die Musik britischer Bluesrocker wie Brian Auger und Julie Driscoll (der auch das zweite Bonusstück gewidmet ist). Progressive Elemente in dieser Musik sind das klangfüllende, wenn auch meist eher im Hintergrund stattfindende Orgelspiel Christian Trachsels, einige Einlagen an Quer- und Blockflöte von Gastmusiker Ralf Nowy (am Ende von „Vater Unser“ ist auch ein eigenartiges, näselndes Rohrblattinstrument zu vernehmen) und ein paar Einflüsse aus der Klassik (zu hören z.B. im barocken „Du bist der eine Weg“, vor allem in der Spinettbegleitung), insbesondere der opernhafte Soprangesang Jemimas. Trotzdem bietet „Drosselbart“ im Grunde eine relativ normale Sammlung von zeittypischen, krautig-holprigen Rocksongs.

Da wir gerade beim Gesang waren, noch ein paar Anmerkungen dazu. Gesungen wird in Deutsch, von Jemima und Peter Randl. Letzterer befleißigt sich meist eines eher aggressiven, agitativ-deklamierenden Stils, wie er auch für diverse deutsche Politrockbands Anfang der 70er typisch war. In den etwas arg prätentiösen Texten geht es meist um Gott, Glauben, menschliche Verfehlungen und die Ungerechtigkeiten dieser Welt. Hier eine Textprobe, aus dem Song „Liebe ist nur ein Wort“:

„Gott ist vielleicht ein Gespenst, das Du aus dem Märchenbuch kennst, der Himmel kein schöner Ort … Liebe ist nur ein Wort! … Die Hölle verliert ihren Sinn, denn wir kommen alle hin, und jeder Krieg ist Mord … Liebe ist nur ein Wort! … Sinnlos ist jedes Gebet, wenn keiner die Worte versteht, hoffungslos treiben wir fort … Liebe ist nur ein Wort!“

Na ja. Hauptsache es reimt sich. Erwähnenswert ist vielleicht noch die etwas eigenwillige Version des „Vater Unser“ in Track 7.

Krautrockkomplettisten, die sich nicht an den deutschen Texten stören können sich „Drosselbart“ durchaus zulegen. Der Proggehalt ist zwar nicht sehr hoch, doch ist das Ganze einigermaßen abwechslungsreich gemacht, auch wenn die Musik aus heutiger Sicht reichlich angestaubt klingt. .(Achim Breiling)

Drosselbart01

Tja, nix da mit „angestaubt“ … Sicherlich wird man an dieser LP besonders viel Freude haben, wenn man mit den damaligen Hörgewohnheiten großgeworden ist.

Die Musik, wie auch die Texte sind gelegentlich arg pathetisch … aber das schmällert den Hörgenuss nicht wirklich.

Kleine Nebenbermerkung: Sängerin Jemima war damals mit dem Gitarristen Paul Vincent verbandelt … und auch darüber berichtet sie in dem Booklet … Und, sie ist auch heute noch mit ihm zusammen … Bemerkenswert, wie dieses Album auch.

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Besetzung:
Martin Honemeyer (drums)
Jemima (vocals)
Dieter Mainka (guitar)
Peter Randl (guitar, vocals)
Werner Schuler (bass, viola, vocals)
Christian Trachsel (keyboards)
+
Ralf Nowy (flute)

BackCover1

Titel:
01. Inferno – Drosselbart (Randl/Trachsel) 3.59
02. Jemima (Randl) 3.37
03. Liebe ist nur ein Wort (Randl/Maika) 4.23
04. Du bist der eine Weg (Trachsel/Palmer) 3.39
05. Engel des Todes (Randl) 4.55
06. Böse Buben (Randl) 3.22
07. Vater unser (Randl/Maika) 2.59
08. Folg mir (Randl/Maika/Trachsel) 2.37
09. Montag (Randl) 2.39
10. Nach einer langen Nacht (Randl/Maika) 3.46
11. Der Sommer (inklusive der Sturm) (Randl) 3.50
+
12. An einem Tag im August (Single A – Seite) (Randl) 3.35
13. O’Driscoll   (Single A – Seite) (Randl) 3.38

LabelB1
* (demnächst)
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Singles